Bürgerstiftung Paderborn

Integration durch Mobilität

Flüchtlingshilfe im Kontext der Zielsetzung der Bürgerstiftung Paderborn

Die Bürgerstiftung will die Mitverantwortung der Paderborner Bürgerinnen und Bürger sowie der örtlichen Unternehmen für die Gestaltung ihres Gemeinwesens stärken, gerade auch in solchen Handlungsfeldern, in denen große Problem- und/oder Gestaltungsbereiche erkennbar werden. Heute ist absehbar, dass noch weit mehr Flüchtlinge nach Paderborn kommen werden. Für unbestimmte Zeit werden sie Nachbarn in unserer Stadt sein. Die Bürgerstiftung Paderborn möchte sich deshalb auch hier engagieren, indem sie den Paderborner Bürgern den Zugang für Flüchtlingshilfen eröffnet und um deren aktive Unterstützung bittet.

Die Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements soll zur Verbesserung der Lebenssituation der in Paderborn lebenden Flüchtlinge beitragen und ein unterstützendes, nachbarschaftliches Verhältnis zwischen den Paderborner Bürgern und den hier lebenden Flüchtlingen stärken. Das dient auch den Interessen der Paderborner Bürger, einem Klima geprägt von Fremdheit, Unsicherheit, Angst und Aggression kann so rechtzeitig entgegengewirkt werden. Diese Absicht orientiert sich an den bereits seit 2012 geltenden Förderungsschwerpunkten der Bürgerstiftung. Unter anderem geht es dort um die Förderung der kulturellen Teilhabe aller Bürger der Stadt, insbesondere auch der benachteiligten Kinder und Jugendlichen der Stadt.

Bei positiver Resonanz ist eine Projekterweiterung über den schulischen Raum hinaus mit dem Einbezug der Flüchtlingsstandorte vorstellbar, um auch den erwachsenen Flüchtlingen Hilfen zur Mobilität anbieten zu können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer bisher durchgeführter Veranstaltungen könnten im Sinne von Multiplikatoren einbezogen werden.

Wir bitten Sie, sich als Paderbornerinnen und Paderborner mit einer finanziellen Unterstützung unter dem Stichwort "Integration durch Mobilität" für unsere neuen Nachbarn zu engagieren!

  • Warum Integration durch Mobilität?

    Warum Integration durch Mobilität?

    Vor diesem Hintergrund geht nun ein neues Projekt an den Start, das die Mobilität der in Paderborn lebenden Flüchtlinge erhöhen soll. Denn Mobilität ist eine der Voraussetzungen und Bedingungen für kulturelle Teilhabe. Nicht nur im technischen Sinn, um Dinge des Alltags erledigen zu können, Behördengänge etc. machen zu können. Auch im Sinne der Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbständigkeit, die entwickelt werden, wenn "Teilnehmen" am öffentlichen Leben über eigene Mittel und Anstrengungen möglich wird. Über Mobilität wird mitgängig auch die Auseinandersetzung mit den im Gastland geltenden Regeln, Normen und Werten, deren kulturellen Grundmustern und deren Sprache geleistet.

  • An wen richtet sich das Projekt und wann findet es statt?

    An wen richtet sich das Projekt und wann findet es statt?

    Das neue Integrationsprojekt beginnt im September mit einer zweitätigen Ausbildungsveranstaltung im Bonifatius Förderzentrum. Adressat sind zunächst bis zu 20 Flüchtlingskinder einer im Schuljahr 2015/2016 neu gebildeten Förderklasse mit Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Im Verlauf des Jahres sollen weitere Klassen an anderen Schulen an der Fördermaßnahme teilnehmen.

  • Ziele des Projektes:

    Ziele des Projektes:

    Die Ziele des Projektes sind vielfältig. So soll die Entwicklung von Selbstwirksamkeitsbewusstsein und Selbständigkeit in Verbindung mit Technikkompetenzen im Umgang mit Fahrrädern und das Erlernen und Anwenden von Verkehrsregeln gefördert werden. Die Entwicklung diesbezüglicher Sprachkompetenzen, die Schaffung von Risikobewusstsein und Verkehrssicherheit, die Minimierung von Fremd- und Eigenschädigung aber auch die Entwicklung von Konfliktbewältigungsmustern um Konflikte friedlich lösen zu können, sind weitere Förderziele.

    Allen erfolgreich teilgenommenen Schülerinnen und Schülern wird eine Teilnahmebescheinigung mit Nachweis der Schulungsinhalte überreicht. Um die Projektziele zu erreichen, werden allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern Schulungsfahrräder gleichen Typs durch die Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt. Diese Schulungsfahrräder werden von der Bürgerstiftung gekauft und bleiben im Besitz der Bürgerstiftung. Sie werden in den sich anschließenden Fördermaßnahmen weiter zum Einsatz kommen.

  • Partner und beteiligte Institutionen:

    Partner und beteiligte Institutionen:

    Die Teilprojekte der Bürgerstiftung "Kinder in Not", "Sozial genial" und "Zeitspende" (Sprachpaten) sind bei dem Projekt beteiligt. In Abstimmung mit Frau Verena Kopp, der Koordinatorin Flüchtlingshilfe der Stadt Paderborn, wird das Projekt von städtischer Seite begleitet. Über Frau Kopp konnte das Bonifatius Förderzentrum und die Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Paderborn als weitere Partner der Bürgerstiftung bei der Realisierung des Projektes gewonnen werden.

    Das Bonifatius Förderzentrum ist der Ort der ersten Veranstaltung. Mit der dortigen Schulleitung und der Verkehrswacht der Kreispolizeibehörde wird das Projekt geplant und im Unterricht vor- und nachbereitet. Die Verkehrswacht der Kreispolizeibehörde Paderborn führt die zweitägigen Veranstaltungen zusammen mit Vertretern der Stiftung Bildung und Handwerk (SBH) West GmbH/Radstation durch.

Ansprechpartner des Projektes:

Georg Israel

israel-paderborn@t-online.de

Wir bitten Sie, sich als Paderbornerinnen und Paderborner mit einer finanziellen Unterstützung unter dem Stichwort "Integration durch Mobilität" für unsere neuen Nachbarn zu engagieren!

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